Innovative Start Ups finanzieren sich durch Kundenumsätze
8. Mai 2017
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Sanierung von Unternehmen bleibt ein Thema!

März 2017 Auch in konjunkturellen Hochzeiten: Jeden Tag aufs Neue befindet sich ein großer Teil der Unternehmen in einer Sanierungssituation. Konjunkturzyklen werden von disruptiven Technologietrends und neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen überlagert. Kleine Veränderungen verursachen große Verwerfungen in Umsatz und Ergebnis. Es ist kein Wunder, dass Unternehmenssanierungen zum Tagesgeschäft vieler Berufsgruppen gehören - auch wenn jede Sanierung aus Sicht der Betroffenen ein außerordentlicher Prozess ist, an dessen Ende oftmals ein hoher persönlicher und finanzieller Verlust steht.

März 2017

Auch in konjunkturellen Hochzeiten: Jeden Tag aufs Neue befindet sich ein großer Teil der Unternehmen in einer Sanierungssituation. Konjunkturzyklen werden von disruptiven Technologietrends und neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen überlagert. Kleine Veränderungen im Kundenverhalten verursachen große Verwerfungen in Bezug auf Umsatz und Ergebnis. Es ist kein Wunder, dass Unternehmenssanierungen zum Tagesgeschäft vieler Berufsgruppen gehören – auch wenn jede Sanierung aus Sicht der Betroffenen ein außerordentlicher Prozess ist, an dessen Ende oftmals ein hoher persönlicher und finanzieller Verlust steht. Man mag dies volkswirtschaftlich als Ausdruck der kreativen Kräfte des Unternehmertums sehen (Wechselspiel von Innovation und Zerstörung). Für das einzelne Unternehmen ist dies eine kaum zu ertragende akademische Einsicht. Jedoch: Betriebswirtschaftlich und unternehmerisch gibt es wichtige Stellhebel für das Bewahren des Gesellschaftsvermögens auch in stürmischen Zeiten:

Planen, Planen, Planen

Letztendlich rutscht das Unternehmen in die Sanierungsbedürftigkeit sobald die Einnahmen in keinem Verhältnis mehr zu den Ausgaben stehen. Da Erfolg planbar ist, ist die disziplinierte Erstellung und die ausführliche Diskussion von Strategie und Budget unverzichtbar. Es gilt: “nobody rings a bell before things go wrong”. Zur Planung gehören Szenarien, Stresstests und vor allem immer wieder Realitätsnähe. Klare Kriterien zur Abgrenzung von einerseits dem vielleicht volatilen, aber bekannten, Geschäftsverlauf und andererseits den Anzeichen einer existenzbedrohenden Krise sind lebenswichtig. Ein Unternehmen, das Verluste schreibt und über mehrere Perioden Eigenkapital verzehrt, ist ein Sanierungsfall. Und dieser verlangt nach sofortigem Handeln. Es ist ein Kennzeichen der Sanierungsnotwendigkeit, dass es keiner der unmittelbar Beteiligten dies zunächst wahrhaben will. Der verantwortliche Unternehmer tut gut daran auch abweichende Meinungen schätzen zu lernen und die Ursachen für Fehlentwicklungen schnell, klar und deutlich zu benennen.

Prägnante Analyse, schnelle Entscheidungen

Nun kommt die Stunde der Handwerker – und der Macher. Sanierung ist ein erprobtes und profitables Gewerk von Unternehmensberatern, Interims-Managern, Wirtschaftsprüfern, Insolvenzrechtlern und “turn-a-round”-Abteilungen der Kreditinstitute. Interessant ist es, daß alle diese Fachleute letztlich ohne detailliertes, das Unternehmen betreffende intime Geschäftsverständnis oft sehr gute Erfolge erzielen. Warum? Klarer kaufmännischer Sachverstand und konsequentes Fällen von notwendigen Entscheidungen, wie z.B. die bruchartige Anpassung der Kosten, das rigorose Management der Zahlungsflüsse und auch das Aussortieren von unprofitablen Produkten (und damit auch Kunden) sind Teil der Rezeptur. Diese Entscheidungen sind nicht spektakulär, aber effektiv. Und das wären sie auch früher bereits gewesen. Alle Diskussionen der Vergangenheit um die “richtige” Form der Anpassung stellen sich im Sanierungsfall als Ablenkung vom Wesentlichen heraus. Die Dimensionierung des Unternehmens und dessen Finanzierung muss nun so schnell als möglich den absehbaren Einnahmen angepasst werden. Zauderer werden hier höchstbestraft.

Frühzeitig an die Einnahmen denken

Umsatz durch verkaufsfähige Produkte und Dienstleistungen sind das Lebenselexier des Unternehmers. Mitten in der Krise muss der Aufschwung geplant werden und dies gleich auf drei Ebenen: das Unternehmen benötigt ein kommunizierbares Leitbild für die Zukunft, es muss die Motivation seiner Mitarbeiter sicherstellen und konkrete Maßnahmen für die notwendige Umsatzsteigerung identifizieren. Das Wissen über verkaufsfähige Leistungen steckt in den Köpfen der Mitarbeiter und Führungskräfte, sowie denen der Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern. Wiederum läutet keine Glocke wann der Unternehmer von der Anpassung der Ausgaben auf die Steigerung der Einnahmen umschwenken sollte. Was unterscheidet die Sanierung von den Herausforderungen des laufenden Geschäftes? Die Sanierung an sich ist gutes Handwerk. Die Kunst des Unternehmers liegt im frühzeitigen Erkennen des Krisenfalles, d.h. bevor die wesentlichen Vermögenswerte verbraucht oder belastet sind und in der beschleunigten Offensive in den Kategorien innovative Produkte, globale Marktentwicklung und disruptive Geschäftsmodelle.